Mein Jahr in Peru <3

For he shall give his angels charge over you to keep you in all your ways!

 
25April
2015

Der beste Urlaub meines Lebens

Una semana en la selva ( Eine Woche im Dschungel)

Nach 6 Monaten Peru, war es Zeit für unser Zwischenseminar, das von Weltwärts vorgegeben wurde. Wir hatten das Privileg, dieses Seminar im Dschungel zu verbringen. Für mich war es einer der Highlights, denn dieser Ort hat wirklich alles übertroffen, was ich bisher von Peru gesehen hatte. Auch schon der Eingang zu dieser Oase war sehr abenteuerlich. Man konnte nämlich nur über eine Gondel, den Fluss passieren. Auch die Tage dort waren unbeschreiblich. Wir haben uns an einem Wasserfall abgeseilt, haben einen Einsatz im Waisenhaus gemacht ( der mitten im Dschungel ist) und hatten sehr viel Zeit, uns von dem anstrengenden Sommer in Lima, zu erholen.

   

Huaraz - Auf geht’s zu den Anden

Früh morgens sind wir dann wieder in Lima angekommen. Ganz schnell habe ich alles gepackt und dann sind Adina und ich mit dem Bus, über die Nacht, nach Huaraz gefahren. Wir waren eigentlich total müde, aber da wir nur 3 Tage für diesen wunderschönen Ort Zeit hatten, mussten wir natürlich jeden Tag nutzen. Also sind wir morgens angekommen, und haben von unserem Hostel aus, direkt an einer Tour teilgenommen. Wir wussten nur nicht, dass man da mal eben auf 5200 Meter hochläuft. Obwohl wir gerade mal eine dreiviertel Stunde gelaufen sind, habe ich mich wie nach einem Marathon gefühlt. Ohne die Cocablätter hätte ich es wahrscheinlich nicht überlebt :). Die Aussicht dafür war unbeschreiblich. Auf dem Weg hat es mal geschneit, dann gehagelt und irgendwann kam schließlich die Sonne. Am zweiten Tag mussten wir dann direkt um 5 Uhr morgens aufstehn, da wir zu einer ganz besonderen Lagune wollten, die sich auf 4150 Höhenmetern befindet. Hätte ich da gewusst, was auf mich zukommt, hätte ich es sicher nicht gemacht:) Wir sind über 7 km gelaufen, aber die ganze Zeit nur den Berg hoch. Die Lagune war wunderschön und total türkis. Wir waren aber nur eine halbe Stunde oben, weil wir wollten nicht wieder als letztes unten ankommen. Da wir einfach so fertig waren, haben wir beschlossen, am nächsten Tag nur noch zu reiten und ins Thermalbadzu gehen. Endlich mal etwas, wo man nicht laufen musste !

  

 Nächster Halt: Colca Canyon

Nach den Tagen in Huaraz mit Adina, sind wir direkt wieder über die Nacht nach Arequipa gefahren. Da sie dort wohnt, konnte ich bei ihr schlafen. Arequipa ist auf jeden Fall schöner als Lima und ich habe die Tage dort sehr genossen. Da ihr Freund dann gekommen ist, sind die beiden alleine weitergereist und ich bin mit Judith zum Colca Canyon gefahren ( der tiefer ist als der Gran Canyon). Direkt nach der Ankunft, sind wir dummerweise in die erste Touristenfalle getappt und haben ein gefälschtes Touristenticket gekauft ( Touristenticket ist hier Pflicht). Der Verkäufer hatte uns nämlich ein billigeres Angebot gemacht, als es z.b im Reiseführer steht und ich war natürlich sofort Feuer und Flamme , da ich dachte, wir können jetzt das beste Schnäppchen überhaupt machen :D Tja mein Schnäppchensinn war hier leider falsch am Platz und es stellte sich dann heraus, dass wir nichts mit diesen Tickets anfangen können. So mussten wir im Nachhinein, fast das Doppelte bezahlen. Judith und ich haben aus dem Urlaub so oder so etwas ganz anderes gemacht, als man das sich vielleicht unter dem Colca Canyon vorstellt. Wir hatten keine Lust mehr auf Wandern ( bzw. ich :) )und so waren wir nur die Kondore anschauen, die direkt über unsere Köpfe geflogen sind. Mitten im Colca Canyon haben wir auch in heißen Bädern gebadet und hatten einen unvorstellbaren relaxten Urlaub :)  

 

Bolivien – Ganz entspannt am Titicacsee ( Copacabana und Isla de Sol )

Auf unserer Rundreise durfte natürlich auch nicht der brühmte Titicacasee fehlen. Da er auf der bolivianischen Seite viel schöner ist, sind wir halt mal kurz über die Grenze, in das wunderschöne Bolivien gefahren. Wir sind schließlich mit dem Bus nach Copacabana gefahren, und von dort mit dem Boot auf die Isla de Sol ( Insel). Dort haben wir für umgerechnet 3 Euro in einem einfachen Hostel geschlafen. Bolivien ist irgendwie nochmal billiger wie Peru. Die Insel war traumhaft und die Aussicht unübertrefflich Wir hatten super Wetter und da wir hier zu siebt als Volontäre waren, war uns nie langweilig. Judith und ich haben uns jedoch immer ein bisschen abgesondert, da wir nicht mehr so viel wandern wollten ( haben ja schließlich schon so viel gemacht :) .Wir haben dann im Titicacasee gebadet und jeden Tag genossen.

Und das Beste kommt zum Schluss: Machu Picchu <3

Es war immer einer meiner größten Träume, dieses Weltwunder zu sehen und jetzt hat sich dieser Traum wirklich erfüllt. Würde ich nicht als Staatsbürger ( für dieses Jahr) gelten, dann hätte ich es wahrscheinlich auch nicht gemacht, weil es einfach zu teuer ist. Die Zugfahrt von Cusco nach Aquas Calientes kostet schon alleine hin und zurück: 120 Dollar. Von daher beschlossen wir dem Zug auszuweichen und nach einer anderen Möglichkeit zu suchen. Leider war das alles ein bisschen komplizierter und wir saßen dann in einem Taxi, das uns 4 Stunden zu unserem ersten Ziel gefahren hat. Die Fahrt kann man nicht beschreiben, wir sind von 1100 Höhenmeter kurz auf 4000 Höhenmeter gefahren, dann wieder runter und so viele Kurven, dass sich Judith alle 10 Minuten übergeben musste. Nach 4 Stunden kamen wir in Hidroeléctrica an. Doch hier hat unser Horrortrip erst begonnen. Von vielen Peruanern ( inklusive unserem Taxifahrer) bekamen wir zu hören, dass wir höchstens eine Stunde nach Aquas Calientes laufen müssen, eher sogar eine halbe Stunde. Von daher hatte ich mir auch nicht so Gedanken über mein Gepäck gemacht und hatte keinen guten Rucksack dabei, sondern nur so Umhängetaschen, die natürlich mit viel zu viel Kleidern voll waren ( Packen ist nicht meine Stärke). Relativ fertig von der Fahrt, haben wir uns dann auf den Weg gemacht, immer an den Zuggleisen entlang. Bald hatte sich aber herausgestellt, dass Aquas Calientes mehr als eine Stunde Fußmarsch entfernt ist. Es waren dann doch fast 4 Stunden und mein Gepäck haben irgendwann die Jungs getragen. Da es langsam dunkel wurde und wir natürlich keine Taschenlampen dabei hatten, kam es öfter vor, dass es uns mal auf den Boden gehauen hat. Durchnässt und müde und mit totalen Schmerzen in den Beinen, kamen wir spät abends im Hostel an und wir mussten ja um 5 Uhr morgens, für den Machu Picchu, aufstehen. Da sind wir jedoch glücklicherweise mit dem Bus hoch gefahren, denn dieser kostet für uns nur die Hälfte, da wir als Peruaner gelten. Da ich natürlich mit Manu und Jonas unterwegs war, die beide total sportlich sind und 4 Tage davor mal kurz den Chachani ( 6200 Meter hoher Berg) bestiegen haben, kann es ja nicht sein, dass wir uns wie alle anderen Touristen verhalten. Nein natürlich nicht und dann muss man selbstverständlich den Huayna Picchu gleich mitbesteigen, was eigentlich kein besteigen ist, sondern für mich war es eher klettern. So haben wir uns eine Stunde an Seilen hochgezogen und Felsen bestiegen um diese blöde Bergspitze zu erreichen. Nach dem Horrorfußweg am Tag zuvor, hatte ich wirklich null Motivation diesen Aufstieg noch zu machen. Manu hat mich jedoch irgendwie da hochgezogen und mich jede Minute motiviert und mit mir Pausen gemacht :D Ich war total am Ende, als ich oben ankam, aber die Aussicht war perfekt. Es war ganz anders wie auf den typischen Fotos und wir waren soweit oben und konnten alles sehen. Ich war mega stolz auf mich und muss im Nachhinein sagen, dass ich es auf keinen Fall bereut habe. Den Huayna Picchu muss man auch schon relativ früh buchen, da nur 200 Menschen auf einmal hoch dürfen, im Gegensatz zum Machu Picchu, wo mehrere tausend drauf dürfen. Wir haben uns nach dem Abstieg natürlich die ganzen Ruinen angeschaut und die Inkabrücke besucht. Wir waren bis zur Schließung da, als fast kein Mensch mehr da war, und wir den Machu Picchu fast für uns alleine hatten. Danach haben wir noch eine weitere Nacht in Aquas Calientes geschlafen und sind früh morgens wieder aufgebrochen. Judith hat sich auf dem Rückweg für den teuren Zug entschieden und ich für den Horrorfußweg mit den Jungs, da mir der Zug einfach zu teuer war. Schließlich waren wir noch 4 Tage in Cusco mit den ganzen anderen Volontären und hatten wunderschöne Tage, die ich sicher nie vergessen werde.

 

14Februar
2015

Campamentos am Strand

Im Februar arbeite ich die ganze Zeit am Y-Strand. Es kommen immer unterschiedliche Gruppen mit Kinder und Jugendlichen ( 30-80 Kinder ungefähr) und diese bleiben meistens etwa 3 Tage am Strand. So ein Campamento kann man etwa wie mit einem Zeltlager in Deutschland vergleichen, nur das wir in keinen Zelten schlafen, sondern in Hütten und eben direkt am Meer. Da wir hier gerade Hochsommer haben, ist die Hitze kaum auszuhalten. Die Arbeit ist auf jeden Fall total anders wie in Lima. Man ist ungefähr 19 Stunden auf den Füßen, es gibt den ganzen Tag Programm und Action für die Kinder und viel Schlaf hat man auch nicht. Die Arbeit mit den Kindern macht mir aber unglaublich viel Spaß und ich lerne so viel schneller und einfacher Spanisch, weil ich jeden Tag so viel machen muss, Spiele erklären oder Theater spielen muss..... Neben Höhlenwanderungen, Sandboarden um 6 Uhr morgens, oder freie Zeit im Meer, gibt es auch eine Übernachtung mitten in den Dünen, was für mich auch echt das Higlight war. Auch wenn ich in meiner ersten Nacht fast erfroren bin:). Leider habe ich das Essen am Strand auch nicht so vertragen und hatte so, 2 Tage nach dem ersten Campamento, den schlimmsten Durchfall überhaupt. Nach 6 Tagen ging das Unglück weiter und ich hatte 7 Tage Verstopfung. Ich hatte wirklich die Panik meines Lebens, als mir die Strandärztin dann noch mitteilte, dass ich kurz vor einer Magenausspülung stehe. Naja die Peruaner haben mich schön vollgepumpt mit ihren millionen von Pillen. Zu Hause habe ich dann auch nochmal Medizin bekommen, die dann zum Glück geholfen hat. Nach diesen schlimmen Magenproblemen, hatte ich dann noch eine starke Erkältung und war eher eine wandelnde Leiche am Strand. Trotzdem habe ich es durchgezogen und der Husten hat mich eigentlich kaum gestört. Nur die Peruaner wollten sogar da, dass ich Tabletten schlucke:) Ich habe mich aber irgendwann geweigert, noch sowas chemisches zu nehmen un bin jetzt endlich zu Hause, um meinem Körper ein bisschen Ruhe zu gönnen, bevor es nächste Woche wieder an den Strand geht. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, vorallem mal gesund dort arbeiten zu können :)

 

( Links: Der schönste Arbeitsplatz überhaupt, Rechts: Sandboarden mit den Kindern)

  

(Puesta de sol -> Sonnenuntergang, ich war verantwortlich für das Theater und die Andacht)

 

( Passend zum Thema gibt es immer verschiedene Theater)

 

 

( Links: Volontäre aus Kolumbien, Chile und Brasilien)

 ( Bild rechts: Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich Delfine beobachten)

24Januar
2015

Azpitia y la playa

 

Nach 4 Monaten Lima gab es für uns ein "Vierteljahrsseminar" in Azpitia. Wir deutschen Volis waren dort zusammen mit unserem Mentor und seiner Familie. Wir haben in diesen Tagen sehr viel über unsere Gruppengemeinschaft besprochen, aber auch sehr viel über unsere Erlebnisse und persönlichen Gefühlslagen geredet. In den vier Monaten ist natürlich einiges passiert und es hat sehr gut getan, drei Tage an diesem wunderschönen Ort zu sein und Zeit zu haben, all das Geschehene zu verarbeiten. Wir hatten diese Tage so viel Spaß. Wir waren im Pool,im Hochseilgarten, haben gespielt, waren die Gegend erkunden...ich war sogar morgens joggen:). Also es war echt super und die Ruhe ( in Lima ist irgendwie immer etwas los und alles ist so laut ) hat mir sehr gut getan. Nach diesem Seminar sind wir Deutschen dann direkt weiter zum Y-Strand um dort direkt am Meer zu zelten und Silvester zu verbringen.

Krimidinner in Azpitia

Für uns Volis war es sozusagen auch nochmal unser letzter Urlaub, den wir alle zusammen verbracht haben. Denn Rebekka und Adina sind dann ein paar Tage später nach Arequipa aufgebrochen, da beide von jetzt an dort arbeiten werden und nicht mehr in Lima. Marvin und Manu sind ebenfalls in einer anderen Stadt und so sind wir jetzt nur noch zu siebt in Lima. Die Tage am Strand waren Erholung pur und wir hatten eine ganze Menge Spaß. Natürlich haben wir zwei Mal Silvester gefeiert :D Um 6 Uhr abends sind wir Deutschen alle total ausgeflippt, da wir ja 6 Stunden Zeitumstellung haben. Alle haben uns angeschaut, als wären wir von einem anderen Planeten :). Wir sind dann schließlich alle mit einem Sonnenbrand und jeder Menge Sand, nach Lima zurückgekehrt.

   

03Januar
2015

4 Tage in Indepedencia

Es gab für uns Volontäre die Möglichkeit, im Armenviertel ( in Indepedencia) zu leben. Wir Volis lebten alle in Gastfamilien und konnten so die verschiedenen Lebensbedingungen kennenlernen. Für mich war es eine sehr krasse Erfahrung, da wirklich alles anders war. Ich habe zusammen in einem Zimmer mit meinen zwei Gastschwestern gewohnt und in dem Zimmer daneben meine Gasteltern. Mein Gastvater ist jeden Morgen um 3 Uhr aufgestanden, da er Busfahrer ist und meine Schwester um 5 Uhr morgens, da sie zur Schule musste. Also bin ich auch immer aufgewacht :). Die Lebensbedingungen waren schon nochmal eine krasse Erfahrung, da bereits beim Duschen erste Probleme auftauchten. Ich habe mich zum Beispiel einfach über dem Spülbecken gewaschen, da es keine Dusche gab und in vielen Häusern auch kein fließendes Wasser. Was ich nie vergessen werde ist, dass meine Gastmutter mir immer die doppelte Menge an Fleisch auf den Teller getan hat. Sie hat immer geschaut, dass wir alle genug zu Essen gehabt haben und manchmal hat sie dann die Reste gegessen. Es war echt eine Erfahrung die mir gezeigt hat wie unwichtig doch materielle Dinge sind und wie dankbar und glücklich wir doch für das alles sein können, was wir besitzen !

03Januar
2015

Weihnachten mal ganz anders

Ich hatte das Privileg in der Vorweihnachtszeit an einer unglaublich tollen Aktion teilzunehmen. Mit mehreren Frauen ( unter anderem auch meiner peruanischen Mutter, die ist nämlich auch eine Volontärin ) waren wir in einem sehr armen Viertel. Über eine Stunde sind wir morgens alle zusammen, in einem Bus, dorthin gefahren und sind dann noch ein gutes Stück den Berg hochgelaufen. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nur, dass wir sehr arme Kinder beschenken werden und mit allen zusammen etwas essen werden. Als die Eltern dann jedoch mit den ganzen Kindern von ganz oben heruntergelaufen kamen, war ich schon überwältigt, da ich nicht mit so vielen gerechnet hatte. Ungefähr 40 Kinder kamen uns entgegen gerannt und ich sah genau in ihren Gesichtern die Aufregung und Freude. Wir haben alle Kinder im Bus verstaut und sind dann zum KFC gefahren ( ähnlich wie McDonalds). Hier gab es wie bei einem Kindergeburtstag ein richtiges Programm für die ganzen Kinder, mit Moderation und Action ( leider musste ich da dann auch mitmachen und irgendwas auf Spanisch versuchen :D ). Schließlich gab es für jeden ein kleines Menü. Für alle Kinder war es etwas ganz besonderes, da so gut wie alle noch nie in ihrem Leben in einem Fastfoodrestaurant waren. Ein Mädchen jedoch rührte ihr Essen nicht an, da ihre Mutter ihr gesagt hatte, sie solle es einpacken lassen und mit nach Hause nehmen. So wird das Essen dann nämlich mit allen geteilt und jeder bekommt etwas ab. Ich habe dieses Mädchen dafür so bewundert und mir wurde nochmal bewusst, wie arm viele Menschen hier sind, aber wie stark sie doch immer auf ihre Familie achten. Ganz zum Schluß hat jedes Kind noch eine rießige Geschenktüte bekommen mit Essen und Spielzeug und auch Kinderstühlen ( in vielen Familien sitzen die Kinder immer nur auf dem Boden, da es keine Stühle gibt ). Für mich war dieser Tag so bewegend und einzigartig und ich war dankbar, dabei gewesen zu sein.

Heilig Abend habe ich in meiner peruanischen Familie verbracht. Davor waren wir bei Olli (unserem Mentor ) und haben da Weihnachten ein bisschen deutsch gefeiert: mit Brezeln, Apfelbrot, deutschen Torten....:D.Danach waren wir sogar in einem deutschen Gottesdienst, mit einem richtig schönem Krippenspiel und schließlich ging es eben in die Gastfamilien. Um 12 Uhr nachts gab es erstmal ein rießiges Feuerwerk und erst dann wurde der traditionelle Truthahn angeschnitten. Der Abend war sehr schön, auch wenn ich hier zum ersten Mal wirklich Heimweh hatte. Weihnachten ist halt schon immer zu Hause am Schönsten !:)

 

    

26Dezember
2014

Urlaub in der Wüste

Ich kann es noch immer gar nicht glauben, aber ich war in der Wüste. Es war eine der besten Urlaube meines Lebens! Relativ spontan haben wir in der Voligruppe beschlossen irgendwo über das Wochenende hinzufahren, um mal aus der Großstadt raus zukommen und ein bisschen mehr von Peru zu sehen. Da wir alle Lust auf Action und Abenteuer hatten, entschieden wir uns für Ica. Eine Wüstenstadt, die gerade mal vier Stunden mit dem Bus, von Lima entfernt liegt. Wir waren am ersten Tag direkt Sandboarden und machten eine Buggytour durch die Dünen. Der krönende Abschluss war dann der wunderschöne Sonnenuntergang, mitten in der Wüste auf einer Düne ganz oben....es war traumhaft. Am nächsten Tag fuhren wir dann nach Paracas. Mit einem Boot ging es dann auf den Pazifik um Robben und Pinguine in der freien Wildbahn zu beobachten. Auch soetwas hatte ich noch nie gesehen,denn wir hatten Glück und viele Felsen waren bedeckt mit Robben und sogar einige Pinguine konnten wir sehen. Es war wirklich ein unbeschreiblicher Urlaub, den ich sicher nie vergessen werde :)

 

13November
2014

Mein 19. Geburtstag in Peru

Mein Geburtstag in Peru war unglaublich schön. Morgens war ich zuerst in der Sprachschule. Extra für mich veranstalteten die Anderen ein Geburtstagsfrühstück. Von Kathi bekam ich dann auch gleich noch einen Apfelzimtkuchen mit Streuseln, den hatte ich mir gewünscht :).

Nach diesem tollen Frühstück ging es direkt weiter und meine Volis überreichten mir eine Schokotorte, auf die kurz darauf ein Schokobananenkuchen von meinem Mentor ( Olli) folgte.

Danach ging ich nach Hause um meiner Gastmutter noch in der Küche zu helfen. Denn für Abends hatte ich mir ein Lasagneessen gewünscht, zu dem ich all meine deutschen Mitvolontäre eingeladen hatte. Wir bereiteten also zusammen die Lasagne vor und noch einen Salat und nach und nach kamen dann auch schon die Ersten. Die Lasagne war einfach der oberhammer, da meine Gastmutter so gut kochen kann. Schließlich bekam ich dann noch von den Volis einen Mixer geschenkt, dass ich mir in unserem Voliraum immer noch kurz vor der Arbeit leckere Säfte mixen kann:) (Früchte sind hier nämlich soooo billig und tausend mal besser als in Deutschland ). Nach dem leckeren Essen war dann die vierte Torte an diesem Tag an der Reihe. Von meiner Familie bekam ich nämlich auch nochmal eine wunderschöne Torte. Ganz traditionell wurde dann auch für mich gesungen ( erst auf deutsch und dann auf spanisch) und natürlich bekam ich dann auch das erste Stück Kuchen :). Es war ein wunderschöner peruanischer Geburtstag, den ich sicher nicht mehr so schnell vergessen werde.

Der krönende Abschluss flogte jedoch ein Tag danach in Indepedencia. Die Frauengruppe überraschte mich mit einer Torte. Es war so unerwartet, dass ich vor Freude weinen musste. Es kam einfach so über mich. Alle umarmten mich und wieder wurde gesungen. Von einer Frau bekam ich auch eine selbstgemachte Mütze. Es war wirklich unfassbar schön und ich war so dankbar für diesen tollen Tag!

26Oktober
2014

Estoy feliz:)

Ein megaaa Erlebnis, dass ich zuvor noch nie in meinem Leben gemacht habe, war Paintball. Mit Lena, Jonas und drei Peruanern war ich dort und hatte den größten Adrenalinkick seit langem:D !!!

Auf dem einen Bild sieht man Spätzle, Kartoffelsalat und Pilzcremesoße mit Fleischküchle. Ein deutsches Essen, dass wir mit unserem Spanischlehrer gekocht haben, da er uns zu sich nach Hause eingeladen hatte. Ich hatte schon ganz vergessen, wie sehr ich eigentlich deutsches Essen liebe :) !

 Eine "Fiesta aleman" gab es natürlich auch schon! In Surco haben Lena und Christopher ein richtig tolles Programm auf die Beine gestellt...natürlich mit allen typischen Dingen aus Deutschland.

   

Meine Freizeit genieße ich meistens am Meer. Das Highligt sind natürlich "Crepes a la Jana", die man dann am Strand genießen kann. Jetzt kommt auch langsam der Sommer und es ist soooo unglaublich schön, wenn die Sonne fast immer scheint. Ich genieße die Zeit mit meinen tollen Mitvolontären und bin echt dankbar für jeden einzelnen Tag hier !

  

Außerdem haben wir jetzt auch noch das süßeste " Vollibaby" überhaupt:) ! Lea ist die Tochter von Olli (unserem Mentor) und seiner Frau. Wir sind alle sehr dankbar, dass die Geburt so gut verlaufen ist und es Lea gut geht !

 

26Oktober
2014

" Marmeladenglasmomente "

In Peru erlebe ich so viele Momente, die ich am liebsten in ein Marmeladenglas sperren würde, damit ich immer etwas davon habe! Vorallem meine Arbeit mit den Kindern gefällt mir so unglaublich arg. Aber auch mit den Frauen in Indepedencia erlebe ich so viele wertvolle Augenblicke. Erst vor Kurzem gab es dort eine Babyshower, wo ich zum ersten Mal ganz alleine eine Andacht ( zum Leben) auf Spanisch halten sollte. Natürlich war ich total überfordert und nervös, aber als die Frau ( blaues T-Shirt, rechtes Bild) dann zum Schluß aufgestanden ist und sich so dankbar zu meinen Worten geäußert hat, da wusste ich, dass ich hier her gehöre :)

Ich freu mich auch schon rießig auf die vier Tage, die wir in Indepedencia bei Gastfamilien verbringen werden. Das wird nochmal eine ganz neue Erfahrung, die mich wie viele Erlebnisse hier, sehr prägen wird.

Gestern war dann noch ein großes Fest in Crecemos felices mit Tombola, Spielen und Essen. Der Tag war anstrengend, aber richtig toll . Da sich Crecemos felices nur durch Spendeneinnahmen finanziert, werden ab und zu solche Veranstaltungen gemacht. Ich musste dann z.B Stationen betreuen und durfte mit den süßesten Kindern der Welt spielen :D

 

21Sept
2014

Meine Arbeit in Peru

Soooo, endlich haben wir unseren Arbeitsplan bekommen und wir können nun voll durchstarten. Mein Plan ist gefüllt mit tollen Projekten und ich bin sehr dankbar,da überall mitarbeiten zu können. Dientags und Donnerstags arbeite ich mit Annika in Sourco mit den Jugendlichen. Dort haben wir gemeinsam eine Gruppe, die wir abends betreuen, mit denen wir schwimmen gehen bzw. sonstige Aktivitäten unternehmen.

Mittwochs bin ich wieder mit Annika zusammen in Independencia. Auf dem Bild kann man glaube ich sehr gut erkennen,dass hier sehr viele arme Menschen leben und teilweise nur in kleinen Hütten. Umso höher es den Berg hinaufgeht, umso ärmer leben die Menschen.

In diesem Viertel arbeite ich zusammen mit einer Frauengruppe. Die Frauen treffen sich immer in einem Raum und stricken gemeinsam. Alle sind total offen und herzlich und ich war richtig überrascht von den tollen Strickarbeiten. Da viele ihre kleinen Kinder dabei hatten, spielten ich und Annika sehr viel mit den Kinder, was uns mega Spaß gemacht hat. Wir haben dann mit unserem schlechten Spanisch versucht Spiele zu erklären und mussten eben viel pantomimisch darstellen:). Am Ende haben wir alle zusammen mit den Frauen ein Spiel gemacht, dass wir vorher noch vorbereitet hatten. Schließlich überraschten wir noch die Frauen mit ein paar Keksen und einer kleinen Karte mit einem Bibelvers darauf. Ich war total berührt von den vielen glücklichen Gesichtern und bin so dankbar hier mitarbeiten zu können.

 

Freitags bin ich dann schließlich noch in Crecemos felices. Von dieser Arbeit bin ich auch total begeistert. In Peru gibt es sehr viele Straßenkinder. Viele Kinder verkaufen Süßigkeiten oder sonstige Kleinigkeiten den ganzen Tag lang auf der Straße, um ihre Familien zu unterstützen. Crecemos felices holt diese Kinder sozusagen von der Straße und unterstützt die Familien. Die Mütter können ihre Kinder kostenlos in diese Einrichtung schicken und sie bekommen hier Hausaufgabenbetreuung, eine kleine Mahlzeit und viel Betreuung. Die einzigste Vorraussetzung ist, dass die Eltern die Kinder zur Schule schicken. Mit der Hilfe von Crecemos felices bekommen die Kinder die Chance auf eine bessere Zukunft. Viele Kinder die hier herkommen, haben zu Hause nicht mal fließendes Wasser und duschen sich auch kaum bzw. haben sich auch noch nie die Zähne geputzt. Hier wird ihnen auch vieles gelernt, was für die meisten Menschen eigentlich selbstverständlich ist. Man kann sich oft nicht vorstellen unter welchen Bedingungen die Kinder aufwachsen und wie stark diese Kinder doch sind. Ich bin von Crecemos felices auf jeden Fall total begeistert und freue mich immer schon auf den Freitag:)

 

Am Samstag arbeite ich dann noch im YMCA bei Pro Lider. Das ist eine Jugendgruppe,die vielleicht auch so in meinem Alter sind und die drei Jahre so eine Schulung durchlaufen, um dann eben später selber dort arbeiten zu können. Montags hab ich dann immer nach der Sprachschule meinen freien Tag und genieß die Zeit dann auch:).

Im Sommer (also Dezember, Januar...) wird sich dieser Arbeitsplan dann noch ändern, da zu dieser Zeit das Sommerprogramm losgeht. Aber jetzt bleibt erstmal alles so wie es ist und für mich heißt es: Spansich lernen, Spanisch lernen :D

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